Gefangen – Frei

Als ich aus der Zelle durch die Tür in Richtung Freiheit ging, wusste ich,
dass ich meine Verbitterung und meinen Hass zurücklassen musste,
oder ich würde mein Leben lang gefangen bleiben.

Nelson Mandela

Wie frei sind wir wirklich?

Reflektionsfragen

  • Ist Freiheit eine Möglichkeit, in freien Stücken über sich selbst zu verfügen?
  • Ist Freiheit eine Möglichkeit die Abhängigkeiten selbst zu wählen?
  • Ist Freiheit ein Weg über sich selbst zu verfügen?
  • Ist Freiheit ein Mittel um ein Gefühl von scheinbarer Unabhängigkeit hervorzurufen?
  • Wie ist es mit der Freiheit unsere Gefühle zu erleben?
  • Wie frei sind die Gedanken?

Im Alltag sind wir von vielem abhängig. Was passiert ohne Toilettenpapier? Was ist wenn wir nichts zu essen und zu Trinken haben? Wie kommst du ohne Auto, Fahrrad, ÖV zur Arbeit? Was würdest du ohne Kleider machen? Wie wäre eine Leben ohne soziale Kontakte? Was geschieht in der kalten Jahreszeit ohne Heizung?

Alle wollen frei sein und doch rundum wohl ist es uns, wenn wir unser Leben miteinander gestalten. Wir wollen dazugehören, individualisiert aber nicht alleine. Verbunden mit anderen Menschen teilen wir unsere Gedanken, Ideen, Wünsche, Nöte und Ängste. Die Grenze meiner Freiheit ist die Freiheit des Nächsten. Allerdings ist sie in einer Welt, in der alles mit allem verbunden ist, unendlich nah, diese Grenze. Die alltägliche Wirkung zeigt sich beispielsweise in den Spiegelneuronen.

Die Spiegelneuronen sind spezielle Nervenzellen im Hirn.

Wenn wir eine Handlung bei jemand anderem Beobachten zeigt sich bei uns im Gehirn das gleiche Aktivitätsmuster wie bei dessen eigener Ausführung. Wir werden sozusagen mit dem Gefühl des anderen angesteckt. Unsere Spiegelneuronen reagieren wenn wir Freude, Leid und Schmerz von anderen wahrnehmen. Diese Verbindung spüren wir Beispielsweise beim Fremdschämen, bei einer traurigen Filmszene, die uns Tränen in die Augen treibt, beim zufügen von Schmerzen.
In Momenten der Freude lachen wir mit. 
Es reicht, dass wir die Information sehen, also nicht selber erleben. Trotzdem entsteht eine körperliche Reaktion.
Dieses Mitfühlen findet wohl ständig statt. Das macht uns zu mitfühlenden sozialen Wesen. Wir nehmen es nur nicht immer wahr, weil es uns vermutlich überfluten und überfordern würde.

Sind die Grenzen der Freiheit möglicherweise recht eng?

  • Worüber entscheiden wir wirklich?
  • Was können wir beeinflussen?
  • Wo und wann entscheidest du unabhängig?