Innerer Feind

Oft stand ich mir selber im Weg 

Wir dürfen nicht verlernen auf die Stille zu hören,
sonst sagt sie uns nichts mehr.  


Ernst 
Ferstl  

Wie oft stand ich mir selber im Weg wegen meinen eigenen unglaublich hohen Ansprüchen. Diese hielten mich auf Trab. Zeit für Musse, Stille, Sein, Genuss im Leben blieb dabei nicht.
Gehetzt, gestresst, oberflächlich und abgespalten im Eiltempo durch die endlosen Tage. Trotzdem wurde der Berg nicht kleiner. Von Beginn an zum Scheitern verurteilt.

Selbstverurteilung 

Dazu kreisten permanent Sätze im Kopf. Ich bin falsch, nicht ausreichend, nicht klug genug, zu faul, durch und durch eine Versagerin, genüge nicht, wenn ich mich anstrenge dann klappt es vielleicht irgendwann. Die Folge war eine tiefe Erschöpfung, die ich nach Jahren endlich wahrnehmen konnte.

Dann zeigte sich überall Trauer in mir, unglaublich viel Trauer. Vielleicht darum dieses gehetzt sein um es nicht spüren zu müssen? Die Beschäftigung mit ihr, auch wenn es zu Beginn unlösbar schien, nahm ihr allmählich den Schrecken, was nicht heisst, dass es mir immer gelang, aber zumindest war der Prozess so, dass mir vieles auf dem Weg dahin klar wurde. Mit der Zeit kam ich an die Essenz, dorthin wo es angefangen hatte zu kranken und so auf eine mögliche Lösung. Das erleichterte ungemein. 

Gerne begleite ich deinen Weg aus der Trauer.