Allein und Einsam
Der Wunsch und das Bedürfnis in unserer vollen Tiefe gehört und gesehen zu werden gewinnt in einer Welt, die immer schneller wird, mehr und mehr an Bedeutung.
- Wo und wann findet noch echte Begegnung statt?
- Wann hast du das letzte Mal dein Herz jemanden geöffnet,
ohne Erwartung und Gegenleistung? - Wer nimmt über die Augen auch zu Fremden Kontakt auf, grüsst sie?
- Wann hast du dich zuletzt jemanden so zugewandt,
dass ein Gefühl von Gemeinsamkeit und Einheit entstand? - Wann begegnet dir ein Blick wirklich?
- Wo lässt du jemanden auf dich zukommen und dich berühren,
ohne im Körperkontakt zu sein? - Wann hast du jemanden zugehört und seinen Worten gelauscht
ohne gleich Antworten auf der Zunge zu haben?
Allein und Einsam obwohl man mit vielen Menschen über soziale Netzwerke verbunden ist. Es sind Bilder und Zeilen die Wirken. Keine wirkliche Begegnung, keine warme Berührung, kein Wort, keine Emotion die man im eins zu eins fühlen kann, keine Möglichkeit der Teilhabe.
Diese Art von Begegnung ergibt wenig Sinnhaftigkeit. Die Oberflächlichkeit macht leer. Die Bilder gleichen sich. Die Verdrängung der Einsamkeit bindet Energie und macht müde und erschöpft.
Schöpferische Beziehungen nähren, Verbindlichkeit und als ich gemeint sein verbindet. In Resonanz sein, präsent sein im Augenblick der Begegnung lässt uns einander für einen kurzen Moment zu einem grösseren Ganzen verschmelzen. Gefühlte Lebendigkeit und Wärme erfüllt uns.
Selbstwirksam werden
An etwas teilhaben wollen und sich für neue Wahrnehmungen öffnen. Gefühle und Emotionen zulassen und darin wachsen, wie ein offenes Fenster, das dir das Atmen ermöglicht und dich ausdehnen lässt. Vielleicht entstehen darin Möglichkeiten zu wählen und zu handeln statt den gewohnten Weg einzuschlagen, in Mustern gefangen und automatisiert zu reagieren. Neue Erfahrungen bekommen Raum und dadurch wird der Schrecken der Angst, Ohnmacht und Handlungsunfähigkeit kleiner.
Mit diesen neuen Erfahrungen wachsen Vertrauen und Selbstbewusstsein.
Wir werden Selbstwirksam.